Die Zürcher Ära
ab 1957

Im Herbst 1957 wurde der Vorsitz dem Vorort Zürich übergeben. Erster Vorsitzender war Dr. Paul Scherrer, damaliger Direktor der Bibliothek der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH, Zürich), seit 1963 der Zürcher Zentralbibliothek. Seine Nachfolger waren 1968 Prof. Dr. Dietrich Schwarz und von 1970 bis 2006 Dr. Conrad Ulrich. Auf Wunsch von Stickelberger sollte mit der Übergabe des Vorstandes an Zürich auch der Name der Zeitschrift Stultifera navis nach 14 Jahrgängen erlöschen, da er spezifisch auf Basel fokussiert war. So entstand das Librarium, das sich ebenfalls dem Credo verpflichtete, grafische Gestaltung und inhaltliche Qualität zur perfekten Edition zu vereinen. Mit dem Bestreben, den Namen der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft mit dem Sprachrohr Librarium über die Grenzen hinaus bekannt zu machen, gelang es, die Mitgliederzahl weiterhin zu erhöhen, und, was besonders bedeutungsvoll war, namhafte Bibliotheken aus der ganzen Welt zu gewinnen.

Der geografische Leserkreis sollte weit offen gehalten werden, damit möglichst viele Leser aus der ganzen Welt angesprochen werden konnten. Dies wurde von der „Association Internationale de Bibliophilie“ (AIB) so gewürdigt, dass der Präsident, Prof. Dr. Dietrich W.H. Schwarz, zum Ehrenmitglied ex officio ernannt wurde. Seinem Nachfolger im Amte, Dr. Conrad Ulrich, wurde diese Ehre ebenfalls zuteil. Mit der Schriftleitung des Librariums wurde 1957 der damalige Redaktor der Zeitschrift Du, Dr. Albert Bettex, betraut. Ab 1980 folgte Prof. Dr. Werner Zimmermann, 1994 Prof. Dr. Martin Bircher und 2006 Dr. Rainer Diederichs. Für das Erscheinungsbild des Umschlags und die künstlerische Gestaltung der neuen Zeitschrift zeichnete der Grafiker Heinrich Kümpel (1951 – 1980). Seit 1980 ist Willibald Voelkin für die typografische Gestaltung verantwortlich. Dass das Librarium noch heute auf unverändert hohem Qualitätsniveau ist und nichts an Aktualität verloren hat, ist einerseits den Redaktoren zu verdanken, aber ebenso verdienstvoll ist die Mitarbeit des genannten Buchgestalters. Dank seiner grafischen und buchgestalterischen Begabungen vermochte er dem Librarium den heutigen Status zu sichern. Natürlich spielt auch die Druckerei für den sehr sorgfältigen Druck eine wichtige Rolle. Bis 1980 wurde die Zeitschrift im Berichthaus Zürich gedruckt, von 1980 bis 1991 in der Buchdruckerei Küsnacht und seit 1992 in der Wolfau-Druck AG in Weinfelden.